Zehn Tool-Listen für Lehrkräfte lassen sich in einer Suche finden, und keine davon sagt, wo Unterrichtsplanung endet und eine ganz andere rechtliche Kategorie beginnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Anwendungen tragen die Planung. Ideenfindung, Differenzierung, Struktur.
- Bewertung von Lernergebnissen ist rechtlich eine andere Kategorie als Planung. Die KI-Verordnung stuft sie als hochriskant ein.
- Die zugehörige Pflicht greift ab 2027. Frühere Angaben mit 2026 sind überholt.
- Der Einstieg braucht keinen kostenpflichtigen Zugang.
Wo KI in der Planung hilft
Drei Anwendungen kommen im Alltag am häufigsten vor. Bei der Ideenfindung liefert ein Sprachmodell Varianten zu einem Thema. Du wählst aus und passt an. Bei der Differenzierung entstehen aus derselben Aufgabe zwei Fassungen für unterschiedliche Niveaus, ohne dass du beide von Grund auf neu schreibst. Und bei der Struktur hilft es, einen Stundenverlauf mit Zeitangaben zu entwerfen.
In allen drei Fällen bleibt die Entscheidung bei dir. Das Modell liefert einen Entwurf. Du prüfst ihn gegen dein Wissen über die Klasse und passt an, was nicht passt.
Wo die Grenze verläuft
Planung umfasst Ideenfindung, Differenzierung und Struktur eines Unterrichts. Dafür gilt keine besondere Regel.
Bewertung von Lernergebnissen ist nach Anhang III der KI-Verordnung ein eigener, als hochriskant eingestufter Bereich.[1] Die zugehörige Betreiberpflicht war ursprünglich für den 2. August 2026 vorgesehen. Der Digital Omnibus, in Kraft seit dem 27. Juli 2026, hat sie auf den 2. Dezember 2027 verschoben.[2]

Der Unterschied ist technisch beschrieben, aber einfach zu merken: Sobald ein Werkzeug eine Note oder einen Notenvorschlag ausgibt, wechselt es die Kategorie. Ein Werkzeug, das nur Ideen oder eine Struktur liefert, bleibt in der unregulierten Planung.
Was das für deine Wahl bedeutet
Für die Auswahl eines Werkzeugs zählt deshalb weniger der Name als die Funktion. Ein Werkzeug, das automatisch eine Note oder eine Bewertung ausgibt, gehört in die zweite Kategorie, auch wenn die Betreiberpflicht dafür erst 2027 greift. Ein Werkzeug, das nur eine Idee oder einen Gliederungsvorschlag liefert, bleibt Planung.

Diese Unterscheidung lohnt sich schon jetzt, obwohl die Pflicht erst später greift. Eine frühe Gewohnheit spart dir 2027 Nacharbeit.
Wer heute schon zwischen beiden Kategorien trennt, muss den eigenen Ablauf 2027 nicht überarbeiten.
Wenn du planst
Wenn du eine Frage dazu hast
Schreib uns, welche Situation bei dir ansteht. Wir sammeln die Erfahrungen aus dem Camp und geben sie weiter.
Kontakt aufnehmenWie du anfängst
Für den Einstieg reicht ein kostenloser Zugang zu einem Sprachmodell und eine echte Unterrichtseinheit, die ohnehin ansteht. Eine Testphase mit anschließender Vertragsbindung brauchst du dafür nicht. Die Grenze zwischen Planung und Bewertung behältst du dabei einfach im Kopf, ohne dass sie den Einstieg verzögert.
Montags im Camp
Wenn du das einmal mit anderen ausprobieren willst
Im Social Impact Camp arbeiten wir jeden Montagabend an gemeinnützigen Vorhaben, und Didaktik mit KI gehört zum festen Ablauf. Du kannst dazukommen, ohne Vorerfahrung und ohne Kosten.
Beim Camp mitmachenHäufige Fragen
Häufige Fragen zu KI in der Unterrichtsplanung
Darf ich KI-generierte Aufgaben ungeprüft verwenden?
Nein. Wie jedes Agenten-Ergebnis brauchen auch Aufgabenvorschläge einen Blick gegen die eigene Quelle und das eigene Wissen über die Klasse.
Wo genau endet Planung und beginnt Bewertung?
An der Stelle, an der ein Werkzeug eine Note, einen Notenvorschlag oder eine vergleichbare Einstufung von Lernergebnissen ausgibt.
Ab wann gilt die Betreiberpflicht für bewertende KI-Systeme?
Seit dem Digital Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Frühere Angaben mit 2026 sind überholt. Mehr zum allgemeinen Rechtsrahmen steht im Beitrag zur Schulungspflicht.
Brauche ich ein bezahltes Tool für die Unterrichtsplanung?
Nein. Ein kostenloser Zugang zu einem Sprachmodell reicht für Ideenfindung, Differenzierung und Struktur.
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