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30.08.2026 · 2 Min. Lesezeit

KI in der Unterrichtsplanung: was Lehrkräfte konkret damit machen

Ideenfindung, Differenzierung, Struktur — und die Grenze, die kein Tool-Ratgeber nennt: wo Planung endet und die bewertungsrechtliche Pflicht beginnt.

Polygon-Portrait von Dr. Matthias Klinger mit Brille und blauem Hemd vor einem grünen geometrischen Hintergrund.

REDAKTIONELL GEPRÜFT VON

MatthiasPolygon-Portrait von Dr. Matthias Klinger mit Brille und blauem Hemd vor einem grünen geometrischen Hintergrund.MatthiasVorsitzender, Quandes Projects e.V.„Ideas to Impact“ – Matthias glaubt an die Kraft der Digitalisierung, um echte Veränderungen zu schaffen. Als Gründer von Quandes und Vorsitzender des Quandes Projects e.V. nutzt er Technologie als Katalysator für gesellschaftlichen Wandel – für besseren Bildungszugang und innovative Lösungen für Umwelt und Gesellschaft.

2 Min. Lesezeit

Ein offener Durchgang steht ohne Tür in einer niedrigen Wand, die Schwelle darunter ist farblich markiert. Unterrichtsplanung mit KI ist der Bereich, den man ohne besondere Auflage betritt.

Zehn Tool-Listen für Lehrkräfte lassen sich in einer Suche finden, und keine davon sagt, wo Unterrichtsplanung endet und eine ganz andere rechtliche Kategorie beginnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Anwendungen tragen die Planung. Ideenfindung, Differenzierung, Struktur.
  • Bewertung von Lernergebnissen ist rechtlich eine andere Kategorie als Planung. Die KI-Verordnung stuft sie als hochriskant ein.
  • Die zugehörige Pflicht greift ab 2027. Frühere Angaben mit 2026 sind überholt.
  • Der Einstieg braucht keinen kostenpflichtigen Zugang.

Wo KI in der Planung hilft

Drei Anwendungen kommen im Alltag am häufigsten vor. Bei der Ideenfindung liefert ein Sprachmodell Varianten zu einem Thema. Du wählst aus und passt an. Bei der Differenzierung entstehen aus derselben Aufgabe zwei Fassungen für unterschiedliche Niveaus, ohne dass du beide von Grund auf neu schreibst. Und bei der Struktur hilft es, einen Stundenverlauf mit Zeitangaben zu entwerfen.

In allen drei Fällen bleibt die Entscheidung bei dir. Das Modell liefert einen Entwurf. Du prüfst ihn gegen dein Wissen über die Klasse und passt an, was nicht passt.

Wo die Grenze verläuft

Planung oder Bewertung?

Planung umfasst Ideenfindung, Differenzierung und Struktur eines Unterrichts. Dafür gilt keine besondere Regel.

Bewertung von Lernergebnissen ist nach Anhang III der KI-Verordnung ein eigener, als hochriskant eingestufter Bereich.[1] Die zugehörige Betreiberpflicht war ursprünglich für den 2. August 2026 vorgesehen. Der Digital Omnibus, in Kraft seit dem 27. Juli 2026, hat sie auf den 2. Dezember 2027 verschoben.[2]

Interaktiver Entscheidungsbaum mit drei Ja-Nein-Fragen, der ein KI-Werkzeug für den Unterricht als Planung, Bewertung oder prüfbedürftigen Grenzfall einordnet.
Der Entscheidungsbaum macht die Grenze aus dem Beitrag auf das eigene Werkzeug anwendbar.

Der Unterschied ist technisch beschrieben, aber einfach zu merken: Sobald ein Werkzeug eine Note oder einen Notenvorschlag ausgibt, wechselt es die Kategorie. Ein Werkzeug, das nur Ideen oder eine Struktur liefert, bleibt in der unregulierten Planung.

Was das für deine Wahl bedeutet

Für die Auswahl eines Werkzeugs zählt deshalb weniger der Name als die Funktion. Ein Werkzeug, das automatisch eine Note oder eine Bewertung ausgibt, gehört in die zweite Kategorie, auch wenn die Betreiberpflicht dafür erst 2027 greift. Ein Werkzeug, das nur eine Idee oder einen Gliederungsvorschlag liefert, bleibt Planung.

Zwei gleich große Bereiche liegen nebeneinander, getrennt durch eine einzige markierte Schwelle. Die Grenze verläuft an der Funktion: sobald eine Note entsteht, wechselt die Kategorie.
Entscheidend ist die Funktion, nicht der Produktname.

Diese Unterscheidung lohnt sich schon jetzt, obwohl die Pflicht erst später greift. Eine frühe Gewohnheit spart dir 2027 Nacharbeit.

Wer heute schon zwischen beiden Kategorien trennt, muss den eigenen Ablauf 2027 nicht überarbeiten.

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Wie du anfängst

Für den Einstieg reicht ein kostenloser Zugang zu einem Sprachmodell und eine echte Unterrichtseinheit, die ohnehin ansteht. Eine Testphase mit anschließender Vertragsbindung brauchst du dafür nicht. Die Grenze zwischen Planung und Bewertung behältst du dabei einfach im Kopf, ohne dass sie den Einstieg verzögert.

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Im Social Impact Camp arbeiten wir jeden Montagabend an gemeinnützigen Vorhaben, und Didaktik mit KI gehört zum festen Ablauf. Du kannst dazukommen, ohne Vorerfahrung und ohne Kosten.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu KI in der Unterrichtsplanung

Darf ich KI-generierte Aufgaben ungeprüft verwenden?

Nein. Wie jedes Agenten-Ergebnis brauchen auch Aufgabenvorschläge einen Blick gegen die eigene Quelle und das eigene Wissen über die Klasse.

Wo genau endet Planung und beginnt Bewertung?

An der Stelle, an der ein Werkzeug eine Note, einen Notenvorschlag oder eine vergleichbare Einstufung von Lernergebnissen ausgibt.

Ab wann gilt die Betreiberpflicht für bewertende KI-Systeme?

Seit dem Digital Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Frühere Angaben mit 2026 sind überholt. Mehr zum allgemeinen Rechtsrahmen steht im Beitrag zur Schulungspflicht.

Brauche ich ein bezahltes Tool für die Unterrichtsplanung?

Nein. Ein kostenloser Zugang zu einem Sprachmodell reicht für Ideenfindung, Differenzierung und Struktur.

Weiterführend

Quellen

  1. [1]Verordnung (EU) 2024/1689, Anhang III Nr. 3 Buchstabe b (Bewertung von Lernergebnissen als Hochrisiko-Bereich)
  2. [2]Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus zur KI), Änderung von Artikel 113, Amtsblatt vom 24.07.2026, in Kraft seit 27.07.2026 — Verschiebung der Betreiberpflichten für eigenständige Anhang-III-Hochrisiko-Systeme auf den 02.12.2027
KI-Unterstützung
Text
Claude Opus 5
Bilder
OpenAI Codex ImageGen 2

Redaktionell geprüft von Quandes Projects e. V.

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Textentwurf, Struktur und Recherchezusammenfassung entstanden mit Claude Opus 5 (Recherche: Claude Opus 5 mit Websuche) und wurden von Quandes Projects e. V. redaktionell geprüft und freigegeben. Bilder wurden mit OpenAI Codex ImageGen 2 erzeugt und redaktionell ausgewählt. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei Quandes Projects e. V.

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